Badevergnügen in hoher Qualität – Schwimmteiche erobern die europäische Badelandschaft

Die rasche Entwicklung und die steigende Zahl an Schwimmteichen weltweit zeigt: Schwimmteiche haben die europäische Badelandschaft erobert. „Dabei hat sich das Grundprinzip der Schwimmteiche in den vergangenen 20 Jahren kaum verändert“, erläutert Guido Manzke, Präsident der Deutschen Gesellschaft für naturnahe Badegewässer e.V. (DGfnB) aus Lüneburg. „Statt auf Chemie setzen die Schwimmteichbauer auf das definierte Zusammenspiel von Mikroorganismen und Pflanzen.“

Das Verfahren wirkt auf den ersten Blick sehr einfach. „Doch es hat auch seine Tücken“, erklärt Claus Schmitt, Planer und Vorstandsmitglied der DGfnB.
Baulich gesehen unterscheiden sich Schwimmteiche heute zwar kaum noch von Swimmingpools und haben ebenso hohe Anforderungen an die Wasserqualität. Doch ein falsch dimensionierter Filter, eine fehlerhafte Hydraulik – und schon kann das System Schwimmteich aus den Fugen geraten. Das ist ärgerlich für private Bauherren und teuer für den Betreiber eines öffentlichen Schwimmteiches, dessen Anlage aufgrund hoher Keimzahlen vorübergehend geschlossen wird.

Dennoch haben gerade Gemeinden, Hotels und Campingplätze Gefallen am Schwimmteich gefunden. Aus gutem Grund, denn die Unterhaltskosten sind, je nach Bauweise, um ein Drittel bis zur Hälfte geringer als bei einem konventionellen Bad.

Die Fachplanung eines Schwimmteiches erfordert ein hohes Maß an Wissen über Wasserkunde, Hydraulik und Hygiene. Unter www.dgfnb.de beispielsweise finden private Bauherren oder Hotelbesitzer eine Liste geschulter Unternehmen. Bei mehr als 200 Mitgliedern ist schnell der richtige Ansprechpartner gefunden – ob Planungsbüro, Schwimmteichbauer, Sachverständiger oder Materiallieferant.
Neben umfassenden Informationen über Schwimmteiche und die aktuelle Schwimmteichliteratur findet sich auch eine Karte mit den öffentlichen Schwimmteichen in Deutschland. Wer häufig unterwegs ist, kann sich die nächste naturnahe Badegelegenheit ganz bequem online anzeigen lassen.