Blumenwiese statt Rasenmonotonie

Offene Grasflächen finden sich in fast jedem Garten. Diese vielfältig und mit bunten Blumen zu gestalten bringt gegenüber einem monotonen englischen Rasen zahlreiche Vorteile: Blumenwiesen sind schöner und preiswerter: In der Anlage um bis zu 30%, in der Pflege sogar um 80%.
Für den im modernen Arbeitsstress eingebundenen Menschen sind sie nicht so pflegeintensiv wie Kunstrasen, die alle zwei Wochen gemäht, von Unkraut befreit, regelmäßig gedüngt und mit Pestiziden behandelt werden müssen. Weiterhin nützen Blumenwiesen der heimischen Tier-und Pflanzenwelt: Auf gepflegten Rasenflächen finden nur 5-6 Blumenarten Platz, auf Blumenwiesen bis zu 70 verschiedene Blumenarten.

Wie und auf welche Art die persönliche Blumenwiese gestaltet wird, hängt von mehreren Faktoren ab; d.h. von dem zur Verfügung stehenden Platz, den Lichtverhältnissen, der Bodenart und der Frage, wie intensiv der Garten – etwa durch Kinder – genutzt wird.
Reine Blumenwiesen haben den Nachteil, dass sie den Großteil des Jahres nicht betreten werden dürfen. In intensiver genutzten Gärten mäht man daher Gehwege durch die Wiese oder sät einzelne Flächen, z.B. eine Spielwiese oder einen Wäscheplatz, mit einem widerstandsfähigen Blumen- oder Kräuterrasen ein (z.B. Gänseblümchen, Sandthymian, Heidenelke, Mauerpfeffer, Gräser u.a).
Blumenrasen sind relativ trittfest, niederwüchsig, schnittverträglich und sehr gut für beanspruchte Flächen geeignet.

Möchte man eine kleine, in der Natur selten gewordene Feuchtwiese mit vom Aussterben bedrohten Sumpfpflanzen im Garten anlegen, müssen ideale Standortbedingungen geschaffen werden. Kleine Feuchtwiesen passen gut zum Uferrand von Gartenteichen. Feuchtwiesenblumen wachsen im Gegensatz zu Blumen von trockenen Wiesen am Besten in einer nährstoffreichen Erdmischung.